Krank – wenn mal wieder alles stillsteht Unsere Hausmittel bei Schnupfen und Halsschmerzen

Was passiert in der kalten Jahreszeit in den meisten Familien?
Einer oder mehrere werden krank!

Dieses Jahr hat es auch uns erwischt.

Das die Kinder eher selten krank sind und wir daher in den letzten Jahren immer ziemlich unbescholten durch die Wintermonate gekommen sind, macht mich sehr dankbar. Oft werden Besuche bei Freunden gestrichen, weil deren Kinder krank sind oder man liest in der Bloggerwelt, dass dauernd alle krank sind.

Auch dieses Jahr sind wir ziemlich klimpflich davon gekommen. Aber trotzdem wirft es einen aus der Bahn.
Als die beiden Großen letztes Wochenende beschlossen haben, dass sie einen Kurztrip zu den Schwiegereltern machen wollen, hatten wir uns auf ein „entspannteres“ Wochenende mit nur einem Kind gefreut. Das Indianermädchen ist so extrem unkompliziert und, wenn man 3 Kinder gewohnt ist, ist ein Kind einfach „Luxus“.
Freitag Abend stiegt dann aber die Temperatur vom Indianermädchen und, nach einer extrem unruhigen Nacht, hatte sie am Samstag so starke Schmerzen, dass wir den Mobilen Kinderarzt angerufen haben.

Aus unserem „kinderreduzierten“ Wochenende, wurde ein Wochenende mit beidseitiger Mittelohrentzündung UND Hand-Mund-Fuß Krankheit.

Also einmal Jackpot!

Unser nächtliches Stillen wurde zu „Wir stillen nachts alle 30 min“ und auch tagsüber wurde jegliche Nahrung verweigert – wir waren wieder beim Vollstillen angekommen, mit 18 Monaten.
Meine Brustwarzen und auch meinem Schlafkonsum hat das nicht allzu gut gefallen, aber was soll man machen.

Die Großen kamen Sonntag Abend zurück und ab Dienstag klagte dann auch die Räubertochter über Schmerzen – im Kopf und im Hals und ein heftiger Schnupfen war auch dabei.
Dafür hat das Indianermädchen wieder angefangen zu essen und wir sind vom Dauerstillen auf „Wir stillen ständig“ umgestiegen.

Die Woche der Krankheit und der Termine

Natürlich war „die Woche der Krankheit“ auch die Woche, in der ich das erste Mal so etwas wie Freizeittermine nur für mich hatte (seit 18 Monaten).
Am Montag stand Essen gehen mit Freundinnen und danach ein Kinobesuch auf dem Programm, am Mittwoch ein Konzert, am Donnerstag hatte ich eine wichtige Besprechung und am Samstag war ein Tag in der Therme, ohne Kinder, dafür mich 2 lieben Freundinnen, geplant.

Aber warum plant man mit Kindern überhaupt noch?

Da es dem Indianermädchen am Montag schon halbwegs besser ging, hat der Mann mich zum Essen gehen geschickt und wir hatten dann spontan entschieden, dass ich auch mit ins Kino gehe. Zwar war die Kleinste wieder erwacht und hat sich einfach nicht von Papa ins Bett lassen, aber als ich nach einem entspannten Abend wieder nach Hause gekommen bin, sind wir einfach gemeinsam ins Bett gefallen.
Das Konzert am Mittwoch stand so richtig auf der Kippe. Glücklicherweise hat eine Freundin sich bereit erklärt auf die kranken Kinder aufzupassen und uns notfalls anzurufen. Der Anruf kam. Der Zeitpunkt war aber perfekt, da das Konzert sowieso gerade zu Ende war.
Die Besprechung am Donnerstag war dann natürlich kein Problem, da wir, diesen Monat noch, das Glück haben, dass der Mann derzeit Homeoffice macht.
Und auch der Thermenbesuch am Samstag sollte stattfinden. Hat er auch.
Aber wer ist natürlich am Samstag in der Früh mit Halsschmerzen erwacht?
Natürlich ich!

Mein Körper braucht auch mal Pause

Wenn man seit Tagen nicht mehr als 40 Minuten am Stück schläft, tagsüber mit dem normalen Alltag beschäftigt ist und zusätzlich noch Freizeittermine reinquetscht, dann meldet sich der Körper natürlich.
Aber, nichts desto trotz, hatte ich einen ganzen Tag in der Therme. Einen Tag nur entspannen und Gespräche führen, ohne dass wir von einem der 7 Kinder unterbrochen werden – traumhaft.
Heute rächt es sich und ich habe noch mehr Halsschmerzen und fühle mich schlapp. Aber der Mann wuppt die Kinder auch ohne mich (zumindest tagsüber) und ich habe 90% des Tages im Bett verbracht.
Morgen ist hier noch schulfrei, also wird es wieder ein ruhiger Tag und ich habe noch ein bisschen Schonfrist. Schließlich müssen wir alle wieder gesund werden, sonst kann unser Oster-Heimat-Besuch nicht stattfinden.

Leider ist das Indianermädchen, wegen der Mittelohrentzündung, nicht ums Antibiotikum drum rum gekommen.
Aber die Räubertochter und ich genesen mit Hilfe von Hausmitteln, die nicht nur gut schmecken/riechen, sondern auch noch gut tun.

Damit auch ihr schnell wieder fit seit, verrate ich euch unsere 10 beliebtesten Hausmittel für Schupfen und Halsweh.

Hausmittel gegen Schnupfen:

  • Kochsalznasentropfen: Die gehen immer und halten die Nase schön feucht und lösen den Schnupfen. Selbst bei Babys kann man diese schon mehrmals täglich geben.
  • Inhalieren: Wir inhalieren am liebsten mit Kamille oder Salbei. Die Wärme löst alles was festsitzt und der Dampf befreuchtet. Einfach einen großen Topf mit heißem Wasser füllen, Teebeutel (oder frische Blüten/Blätter) rein und den Kopf drüber halten. Zusätzlich kann man sich noch ein Handtuch über den Kopf legen, um den Dampf zum Gesicht zu leiten. Den Kindern ist dies meist aber zu heiß. Wichtig: Lasst die Kinder nie alleine mit einem heißen Topf!
  • Nasendusche: Mögen meine Kinder eher so mäßig, aber ich schwöre drauf. Wir nutzen die Nasendusche von Emser (Affiliate Link) und das Nasenspülsalz (Affiliate Link) dazu.
  • kolloidales Silber (Affiliate Link): Habe ich erst vor kurzem kennengelernt. Es unterstützt das Immunsystem und tötet die Krankheitserreger, aufgrund der elektrischen Polarisierung ab. Wir nehmen es bei Schnupfen einfach als Nasentropfen. Es kann aber für ganz viele verschiedene Dinge angewendet werden.
  • Engelwurzbalsam (Affiliate Link): Dieser Balsam, bei den Kindern liebevoll „Engelfurz“ genannt, hilft schon Babys, die Nase freizubekommen. Ein kleines bisschen davon unter die Nase geschmiert und schon kann man viel freier atmen.
  • eine Zwiebel ans Bett: Der Klassiker und das Schlafzimmer riecht danach wie eine Dönerbude. Aber es hilft! Einfach eine Zwiebel klein schneiden und neben das Bett stellen. Die Dämpfe helfen alles zu lösen und sorgen für einen entspannteren Schlaf.

Hausmittel gegen Halsschmerzen:

  • Ingwertee: Ich bin ein Fan von Ingwertee und könnte ihn den ganzen Tag trinken. Ein paar Scheiben frischen Ingwer aufschneiden und mit kochendem Wasser übergießen und ziehen lassen. Ich presse mir gerne noch frischen Orangensaft mit rein, viele legen ein paar Scheiben Zitrone mit dazu. Wer mag, kann es natürlich noch mit etwas Honig süßen – aber bitte erst, wenn der Tee etwas abgekühlt ist, da die Wirkstoffe vom Honig durch zu große Hitze kaputt gehen.
  • Gurgeln: Wir lösen 1 TL Salz in 250 ml warmen Wasser auf und gurgeln damit öfter am Tag (teilweise alle 2h). Sobald die Kinder gurgeln und ausspucken können, können auch sie mit Salzwasser gurgeln.
  • Ingwerwickel: Halswickel helfen immer. Ob du eher kalte oder warme Wickel machst, ist eine Typsache. Wir mögen bei Halsschmerzen alle die warmen Wickel lieber. Daher verrate ich euch unseren Lieblingswickel: 2 TL frisch geriebenen Ingwer mit ein bisschen kochendem Wasser aufgießen und 10 Minuten ziehen lassen. Dann das Wasser auf etwa 250 ml auffüllen und ein Baumwolltuch (Spuckwindeln sind dafür super geeignet) darin tränken. Auswringen und, wenn die Temperatur passt, um den Hals wickeln. Darüber noch ein trockenes Tuch wickeln (Handtuch oder ähnliches) und zum Abschluß, damit alles schön hält, einen Schal (die Kinder nutzen da gerne einen Schlauchschal). Der Wickel bleibt so lange oben, wie er angenehm ist und kann mehrmals täglich gemacht werden.
  • Birnenkompott: Vor Jahren bin ich auf ein TCM-Rezept gestoßen, welches wir sehr oft machen, vor allem, wenn wir erkältet sind. Laut der TCM-Lehre stärken Birnen das Yin und sind ein perfektes Mittel bei allem was mit dem Hals und der Lunge zu tun hat. Daher essen wir, Halsschmerzen geplagt, derzeit viele Birnen. Hier ist das sehr schmackhafte Rezept, nach welchem wir unser Birnenkompott immer wieder aufs Neue machen.
  • Schüssler Salze: Früher hatte ich sehr oft Angina, bis eine nette Apothekerin mir Schüssler Salze empfohlen hat. Damit mache versuche ich, bei den ersten Anzeichen, alles abzufangen, bevor ich wieder komplett flach liege. Bei uns ist das Salz Nr.3 (Ferrum phosphoricum) das Mittel der Wahl. Es kürbelt den Stoffwechsel an und hilft somit, dass der Körper alle „Eindringlinge“ abwehren kann.

Hausmittel Infografik

Zusätzlich gibt es bei uns immer selbst gekochte Hühnersuppe (da ist immer ein Vorrat im Frost) und ausreichend zum Trinken (am liebsten Kräutertees).
Ich hoffe, ihr bleibt alle gesund und falls eine/r von euch auch gerade kränkelt, wünsche ich gute Besserung.

Meine Hausmittel-Tipps stellen keine medizinische Beratung dar und können keine/n Ärztin/Arzt ersetzen.